Ever Dream Fanclub Forum: Musiker vs Privatperson - Ever Dream Fanclub Forum

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Musiker vs Privatperson Verderben Euch private Fehltritte der Künstler den Spaß an der Musik?

#1 Mitglied ist offline   The Black Half Of The Moon 

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Geschrieben 20 Januar 2010 - 16:57

Ich bin gerade über diese Diskussion gestolpert...

Beitrag anzeigenNordlys sagte am 10.09.09, 18:34:

Da musste ich auch erstmal schlucken. Die arme Mietze - vollkommen unnötig... :nono:
Diese "Katze an der Leine im Wald-Fotos" fand ich auch schon komisch. Das ist doch kein Hund... :ohwe:

:todmuede: :todmuede:



Beitrag anzeigenNightrose sagte am 10.09.09, 18:54:

:good: Genau meine Meinung!

Gibt es in Schweden keinen Tierschutz, ist das da etwas üblich? Und warum muss sie so etwas überhaupt bloggen? Wenn ich mir vorstelle, meine Miezen zu baden....
:nono: Da habe ich überhaupt keine Lust mehr, mir NW-Songs mit ihr anzuhören... ich sollte die Finger, äh, Augen von diesem Blog lassen, aber irgendwie kann ich es doch nicht, dabei ärgere ich mich so oft... :blush:



Beitrag anzeigenNordlys sagte am 10.09.09, 18:58:

Das ist in Deutschland doch auch durchaus üblich. Wenn ich mir so Katzenausstellungen mit diesen gestylten Rassekatzen angucke - die werden doch vor ihren Vorführungen auch gebadet und shampooniert und gepudert, damit sie möglichst "edel" aussehen. Furchtbar... :) Dagegen kann der Tierschutz wohl nicht viel tun...

Und ich finde ja schon, dass man solche Dinge durchaus kritisieren kann. Wenn Anette sowas öffentlich in ihren Blog schreibt, muss sie auch mit Kritik rechnen.
Aber das ändert nicht meine Meinung über ihren Gesang oder ihre sympathische Ausstrahlung auf der Bühne, weil es damit einfach nichts zu tun hat. Da kann ich durchaus trennen...

Edit:
Was mich allerdings auch stört, sind die Kommentare von vielen ihrer Blogleser. "Ach, wie süüüüüüüüß die nasse Mietze aussieht!" :shok: oder "Ach, sie riecht jetzt bestimmt total frisch nach Shampoo; dann kannst du sie toll durchknuddeln..." ;)
B)
Na ja, aber immerhin wurde in einem Kommentar auch schon darauf verwiesen, dass Katzen nicht in die Badewanne gehören und das Erlebnis für sie ziemlich traumatisch ist...


Da habe ich mir die Frage gestellt, inwiefern es mir den Spaß an der Musik verdirbt, wenn die Künstler privat etwas machen, was ich nicht gut finde. Erstaunliche Erkenntnis: Bei aller Abgeklärtheit sehe ich z.B. Nightwish seit dem Tarja-Rauswurf kritischer, nachdem bei Aborted beide Gitarristen unter ähnlichen Umständen rausgekickt wurden (aber immerhin ohne offenen Brief) hab ich gar keine Lust, mir die neuen Songs anzuhören.

Komischer Weise hatte ich hingegen gar keine Probleme damit, Burzum zu hören, obwohl Herr Vikernes ja etwas üblere Fehltritte hatte als Katzen, Sängerinnen oder Gitarristen schlecht zu behandeln. Erklären kann ich mir das auch nicht. Vielleicht weil ich über diesen Menschen so wenig weiß, daß er mir viel irrealer erscheint?

Wie geht es Euch damit? Könnt ihr Künstler und Werk trennen? Wollt ihr das überhaupt? Entscheidet Ihr sowas bewußt oder unterbewußt?
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#2 Mitglied ist offline   Yuna 

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Geschrieben 20 Januar 2010 - 20:22

Ui, sehr tolles Topic :todmuede:

Morgen kann ich da mehr zu schreiben, aber es würde mich auch echt interessieren, was andere dazu denken!
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#3 Mitglied ist online   Nordlys 

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Geschrieben 20 Januar 2010 - 20:46

Also, wie ich oben schon schrieb: Die Tatsache, dass Anette ihre Katze in die Badewanne steckt, sorgt zwar dafür, dass sich mir die Nackenhaare aufstellen, aber das hat für mich keinen Einfluss auf das, was sie als Musikerin so treibt.
Ich habe schon einige Dinge in ihrem Blog gelesen, bei denen ich die Augenbrauen hochgezogen habe, und vieles, was sie schreibt, interessiert mich auch einfach nicht, aber das führt höchstens dazu, dass ich nicht mehr so oft in ihren Blog schaue.

Generell sehe ich es so: Ich kenne diese Künstler privat nicht und werde sie wohl auch nie richtig als Privatperson kennenlernen und daher sollten sich derartige Dinge auch nicht auf meine Sichtweise ihrer Musik niederschlagen. Und selbst wenn ein Mensch recht viel Privates von sich preis gibt so wie Anette Olzon in ihrem Blog, kenne ich sie dadurch immer noch nicht. Solange die Musik mir weiter gefällt, mich emotional oder anderweitig anspricht, kann es mir eigentlich sonstwo vorbeigehen, was die Personen dahinter privat für Menschen sind und ob ich mit dem, was sie so tun, einverstanden bin.

Auch was die Trennung von Nightwish angeht, fühle ich mich gar nicht in der Lage, die Situation und wer Recht hatte oder wer nicht, zu beurteilen. Eben einfach, weil ich nicht in den unterschiedlichen Parteien drin stecke oder nah genug dran war, um mir ein richtiges Bild davon zu machen. Um Tarjas Rauswurf akzeptieren zu können, reichte mir das Gefühl, dass das Verhältnis zwischen beiden Lagern so zerrüttet war (warum genau auch immer), dass eine Zusammenarbeit nicht mehr möglich war. Über alles andere möche ich mir kein Urteil anmaßen...

Ich vermute, dass meine Toleranz da eventuell auch irgendwann an Grenzen stoßen könnte. Mit Burzum habe ich mich jetzt noch nicht weiter auseinandergesetzt, weil ich weiß, dass die Musik von ihnen mir nicht liegt. Deshalb wurde ich auch noch gar nicht mit der Frage konfrontiert, ob die Taten eines Varg Vikernes mir den Spaß an der Musik verleiden können. Ausschließen möchte ich nicht, dass ich an mal den Punkt komme, an dem Wissen über die Persönlichkeit eines Menschen auch meine Sicht der Musik beeinflusst. Ganz grundsätzlich habe ich aber den Anspruch, Privatleben auch privat sein zu lassen und das musikalische Schaffen davon abzugrenzen. Was natürlich passieren kann, ist, dass das Image einer Band oder der Inhalt ihrer Texte mich so abstößt, dass ich mich gar nicht näher mit ihnen beschäftigen mag, aber das hat ja nichts mit dem privaten Tun zu tun.
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#4 Mitglied ist offline   Celestin 

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Geschrieben 21 Januar 2010 - 19:39

Nun, ich bin ja eher der Typ, der alles hört, was ihm gefällt-quer durch den Genre- und Sprachenwald.
Meist deshalb, weil ich mich mit dem, was ich höre identifizieren kann, oder auch, weil die Melodie schön ist.
Ich habe also oftmals keinen direkten Bezug zu den Interpreten und Künstlern, eher auf das, was sie produzieren.

Ob sie jetzt, wie z.B. Anette Olzon ihre Katze baden, ist mir im Großen und Ganzen egal!
Ich meine, wirklich gutheißen kann ich das natürlich auch nicht. Das tut aber der Liebe zu Nightwishs Musik jetzt keinen Abbruch- es sei denn, sie besingen jetzt plötzlich, wie man eine Katze badet. Ich bin mir sicher, dieses Lied würde mir nicht gefallen.:-)

Ein (herber) Rückschlag wäre z.B., wenn sich herausstellen würde, dass das, was besungen und gespielt wird, gar nicht zur Einstellung des Künstlers gehört, wenn er nicht gar privat das genaue Gegenteil verkörpert.
Wäre, für mich, so eine Art von Unaufrichtigkeit. Denn, wenn man schon selbst nicht Bezug auf seine eigene Musik nehmen kann, kann man irgendwo auch nicht erwarten, dass es andere tun können.
Im Sinne, als ob man ein Anti-Drogen-Lied spielt, es aber bekifft vorträgt..

Aber private "Skandale" sind für mich, im Normalfall, kein Grund, gewisse Musik oder Künstler nicht mehr zu mögen.
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#5 Mitglied ist online   Avenger 

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Geschrieben 22 Januar 2010 - 16:23

Im großen und ganzen ist es mir eigentlich egal, was die Musiker privat treiben, so lange mir die Musik gefällt.

Bisher hat mich noch kein Musiker so abgestoßen, dass ich die Musik komplett deswegen abgelehnt habe.

Avenger
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#6 Mitglied ist offline   Nightrose 

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Geschrieben 23 Januar 2010 - 09:47

Habe Burzum und Vikernes gegooglet und festgestellt, dass mich die Tatsache, dass er ein Mörder ist, weit weniger stört als seine politische Fehlgesinnung. :todmuede: ( Zu viele Krimis gesehen/gelesen?) Die ist für mich dann auch der Grund, keine Musik, an der er beteiligt ist, zu hören oder gar zu kaufen.
Edit: Tippfehler verbessert

Dieser Beitrag wurde von Nightrose bearbeitet: 23 Januar 2010 - 09:49

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#7 Mitglied ist offline   The Black Half Of The Moon 

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Geschrieben 23 Januar 2010 - 18:11

Das ist genau so ein Punkt: Die politische Gesinnung kommt in der Musik nicht zum Vorschein. In die Verlegenheit zu überlegen ob ich es kaufen würde komme ich jetzt nicht, weil ich die Musik in dem Falle nicht soooo toll finde.

Najaaaa... und irgendwie halten sich meine Gewissensbisse, mir illegal ein Album von einem Mörder und Brandstifter besorgt zu haben, in Grenzen. :todmuede:

Dieser Beitrag wurde von The Black Half Of The Moon bearbeitet: 23 Januar 2010 - 18:12

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#8 Mitglied ist offline   Nightrose 

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Geschrieben 23 Januar 2010 - 22:22

Beitrag anzeigenThe Black Half Of The Moon sagte am 23.01.10, 18:11:

Najaaaa... und irgendwie halten sich meine Gewissensbisse, mir illegal ein Album von einem Mörder und Brandstifter besorgt zu haben, in Grenzen. :todmuede:


:todmuede:
Für so einen Fall auf jeden Fall besser als ihn noch mit sauer verdientem Geld zu unterstützen.
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#9 Mitglied ist offline   The Black Half Of The Moon 

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Geschrieben 23 Januar 2010 - 22:55

Könnte mir höchstens für die armen Mitarbeiter des Labels und der CD-Fabrik leid tun.
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#10 Mitglied ist offline   Atalante 

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Geschrieben 24 Januar 2010 - 19:45

So im Großen und Ganzen interessiert es mich nicht, was ein Musiker im Privatleben macht, solang mir die Musik gefällt ist die Welt in Ordnung. Natürlich 'stolpert' man hin und wieder mal über Einblicke ins Privatleben, dann fasse ich das auch mal genauer ins Auge, messe dem aber keine große Bedeutung bei, denn was geht's mich an?

Und was das Baden von Katzen angeht, es gibt auch immer welche, die nicht wasserscheu sind. Da kann man nicht alle über einen Kamm scheren
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#11 Mitglied ist offline   Islander 

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Geschrieben 03 März 2010 - 14:07

Jein. Also bei Metallica hinterlassen deren rechte Gesinnung und ihr Faible für Bärenjagden einen faden Beigeschmack. Aber ob Freddie Mercury nun schwul, bi oder sonstwas war oder dass Anette einen Modetick hat, beeinflusst den Hörgenuss nicht. Ich muss sie ja privat nicht treffen (da würde ich dann lieber Jukka treffen und mit ihm über das Vegetarierdasein fachsimpeln;-)).
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#12 Mitglied ist offline   Thornz 

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Geschrieben 01 März 2011 - 03:55

Jep, das bei Melattica (betraf aber wohl vor allem James Hetfield, der einfach ein ziemlicher Redneck ist, wie es scheint), hat bei mir auch etwas Probleme verursacht.

Mein eklatantester Fall was das Phänomen angeht, war Manowar: Aufgrund des Fantasy-Bombast-Appeals fand ich die früher echt klasse, aber als sie sich dann nach dem 11.9.2001 anhörten wie George Dabbeljuh Bush in ihren Äußerungen, ging ich innerlich ziemlich auf Distanz. Nunja, man kann höchtens "anerkennen", dass sie in ihrer Krieger-Helden-Verherrlichung anscheinend wirklich authentisch sind... für mich war das allerdings immer Fantasie, so wie "Conan" schauen halt....
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#13 Mitglied ist offline   SleepingMoon 

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Geschrieben 03 März 2011 - 04:15

Beitrag anzeigenThornz sagte am 01 März 2011 - 03:55:

Mein eklatantester Fall was das Phänomen angeht, war Manowar: Aufgrund des Fantasy-Bombast-Appeals fand ich die früher echt klasse, aber als sie sich dann nach dem 11.9.2001 anhörten wie George Dabbeljuh Bush in ihren Äußerungen, ging ich innerlich ziemlich auf Distanz. Nunja, man kann höchtens "anerkennen", dass sie in ihrer Krieger-Helden-Verherrlichung anscheinend wirklich authentisch sind... für mich war das allerdings immer Fantasie, so wie "Conan" schauen halt....


Manowar haben schon davor mindestens einen Text zu Vietnam verbrochen, bei dem ich nur den Kopf schütteln konnte. Dazu stößt mir Erics Jagdleidenschaft auf, die er doch recht fadenscheinig mit "Wildhege" zu erklären versucht. Manowar sind so ein Fall, wo mir solche Sachen das anhören verleidet haben, weil vorher der ganze Helden-Kampfkram eher Teil des Spaßes war und sie das für meinen Geschmack dann von privater Seite zu ernst untermauert haben.

Zu Anettes Katze kann ich sagen, ich hab diesen speziellen Post von ihr nicht gelesen und weiß daher nicht, welche ihrer Katzen es war und warum.
Allerdings war eine ihrer Katzen eine Maine Coon und von der Rasse müssen manche ab und zu gebadet werden, um keine Talgdrüsenprobleme vor allem in der Schwanzregion zu bekommen (nennt sich Fettschwanz).
Katzen mit der Leine auszuführen, wenn sie ansonsten reine Wohnungstiere sind und gar nicht nach draußen können, halte ich für vertretbar, wenn die Katze es denn gerne macht. Da kenne ich eine Menge Leute, die das tun und deren Katzen es wirklich gefällt. Bei sowas gleich nach dem Tierschutz zu schreien halte ich für schwer übertrieben.
Ansonsten finde ich es deutlich bedenklicher, dass klein Nemo die Teletubbies und sowas gucken darf. :s_nixwieweg: Aber unter "und sowas" fallen auch eine Menge Videos, die in Schweden als "babyfördernd" hoch im Kurs sind, fast ähnlich wie in den USA. Damit ist sie für ihre Landsleute vermutlich bloß eine moderne Mama.

Das sind, im Gegensatz zu Manowars Kriegsparolen etc., halt alles keine Dinge, wegen denen ich mir Anette nicht mehr anhören würde. Von Metallica war ich eigentlich noch nie schwer beeindruckt, da fällt dann auch nicht mehr ins Gewicht, dass sie mir persönlich noch nie sympathisch waren. :lachenzeigen:

Also die ursprüngliche Frage kann ich auch nicht in einem Satz beantworten, wie man merkt. :D Es kommt sicherlich darauf an, was genau jemand abseits seiner Musik verbockt, dass es mir das Anhören verleidet.
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#14 Mitglied ist offline   Thornz 

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Geschrieben 03 März 2011 - 17:02

Oha, die anderen Dinge über Manowar wusste ich noch gar nicht. Welcher Song ist das denn, in dem es um Vietnam geht? So ein Fall wie "Angel of Death" von Slayer, so dass da nicht eindeutig Stellung bezogen wird und deshalb fragwürdig ist?
Also Manowar sind (oder waren) für mich solange eine nette Sache, solange das alles "Fantasy" ist, aber ein realer Bezug zu realen Kriegen ist da problematisch, wenn der Helden-Tenor (achtung doppeldeutig ;) ) 1:1 darauf übertragen wird. Ich selber kann nämlich zwischen Fantasy-Schlachtengetümmel und der realen Welt sehr gut unterscheiden und es ist nicht schizophren für mich, da die Dinge jeweils unterschiedlich zu sehen. Nur wenn dann eine Band das nicht mehr unterscheiden kann oder will, weil sie wirklich so krank drauf ist, wird es echt schwierig.

Insofern meine volle Zustimmung zu Deinem Statement, auch was die Vergleiche mit Anettes Katzenhaltung angeht. Als Katzenhalter kann ich das nur unterschreiben, ist faktisch absolut richtig. Dinge, die für Leute, die sich mit Katzen nicht auskennen, etwas komisch aussehen, können völlig ok sein. ZB die Wohnungskatze an der Leine draußen. Das ist für viele Katzen die einzige Möglichkeit, überhaupt etwas von "draußen" zu sehen, weil gerade Rassekatzen frei herumlaufend immer schnell von illegalen Tierhändlern eingefangen werden. Und was das Baden angeht, kann das auch bei starker Fellverschmutzung nötig sein, denn Katzen lecken sich ja ihr Fell sauber, und dabei kann dann schonmal etwas in den Magen kommen, was da nicht hinsoll. Aber bei Anettes Katze wird es wohl eher wegen der Drüsen sein, da hast Du recht. Also auch mein Statement als Katzenkenner: Was Anette da macht, ist völlig in Ordnung! :)

Zum Thema Jagen fällt mir da noch etwas ein... auch wenn ich es selber nicht könnte (es sei denn, ich wäre nach einem Flugzeugabsturz Überlebender im Dschungel etc. ;) ) muss man ja irgendwie schon sagen: Wer Fleisch isst, muss im Grunde auch ein Tier töten können oder sollte zumindest nicht mit dem Finger auf die zeigen, die es tun. Wie gesagt, so konsequent könnte ich selber aber eher nicht sein... ich glaube, es kommt dann auch darauf an, ob jemand es vor allem wegen des "Jagdfiebers" tut. Dann kann man das schon verwerflich finden. Wegen Nahrungsbeschaffung und Pflege eines Wildbestandes (manchmal nimmt eine Population überhand etc., nur darum gibt es ja auch in Deutschland noch Jäger) ist das eigentlich ok, auch wenn ich es selber nicht könnte...
Da bin ich also selber nicht so sicher, wie ich das sehen soll, bemerke aber, dass ich das bei Musikern, wenn ich es von denen erfahre, etwas befremdlich finde.
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#15 Mitglied ist offline   dragonprincess 

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Geschrieben 03 März 2011 - 17:58

Beitrag anzeigenAvenger sagte am 22 Januar 2010 - 16:23:

Im großen und ganzen ist es mir eigentlich egal, was die Musiker privat treiben, so lange mir die Musik gefällt.


Da stimme ich zu. Mir ist es in erster Linie völlig egal was die Nightwish Jungs und Anette in ihrem Privatleben treiben (auch wenn ich zu gebe, dass ich täglich Anettes Blog lese). So lange sie nicht anfangen auf textliches Manowar Niveau zu gehen. *schauder*
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#16 Mitglied ist offline   SleepingMoon 

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Geschrieben 04 März 2011 - 18:23

Beitrag anzeigenThornz sagte am 03 März 2011 - 17:02:

Oha, die anderen Dinge über Manowar wusste ich noch gar nicht. Welcher Song ist das denn, in dem es um Vietnam geht? So ein Fall wie "Angel of Death" von Slayer, so dass da nicht eindeutig Stellung bezogen wird und deshalb fragwürdig ist?
Also Manowar sind (oder waren) für mich solange eine nette Sache, solange das alles "Fantasy" ist, aber ein realer Bezug zu realen Kriegen ist da problematisch, wenn der Helden-Tenor (achtung doppeldeutig ;) ) 1:1 darauf übertragen wird. Ich selber kann nämlich zwischen Fantasy-Schlachtengetümmel und der realen Welt sehr gut unterscheiden und es ist nicht schizophren für mich, da die Dinge jeweils unterschiedlich zu sehen. Nur wenn dann eine Band das nicht mehr unterscheiden kann oder will, weil sie wirklich so krank drauf ist, wird es echt schwierig.


Ich kann mich leider grad nicht an den Songtitel erinnern und bin nicht gerade motiviert, ihn zu suchen. :D Eine der Textzeilen lautet "stop sending money, send them all a bomb", vorher kam noch sinngemäß was mit "mein Kumpel war in Nam" oder so ähnlich, falls Dir das bei der Song-Erkennung weiterhilft.. es geht da nicht direkt um den Krieg, sondern der Text richtet sich gegen die Aufbauhilfe nach dem Krieg. Das hat Joey auch in Interviews ein paar Mal erklärt, bestätigt und (aus seiner Sicht) gerechtfertigt.

Beitrag anzeigenThornz sagte am 03 März 2011 - 17:02:

Zum Thema Jagen fällt mir da noch etwas ein... auch wenn ich es selber nicht könnte (es sei denn, ich wäre nach einem Flugzeugabsturz Überlebender im Dschungel etc. ;) ) muss man ja irgendwie schon sagen: Wer Fleisch isst, muss im Grunde auch ein Tier töten können oder sollte zumindest nicht mit dem Finger auf die zeigen, die es tun. Wie gesagt, so konsequent könnte ich selber aber eher nicht sein... ich glaube, es kommt dann auch darauf an, ob jemand es vor allem wegen des "Jagdfiebers" tut. Dann kann man das schon verwerflich finden. Wegen Nahrungsbeschaffung und Pflege eines Wildbestandes (manchmal nimmt eine Population überhand etc., nur darum gibt es ja auch in Deutschland noch Jäger) ist das eigentlich ok, auch wenn ich es selber nicht könnte...
Da bin ich also selber nicht so sicher, wie ich das sehen soll, bemerke aber, dass ich das bei Musikern, wenn ich es von denen erfahre, etwas befremdlich finde.


Eric hat ein Video dazu herausgegeben, wo er mehrere Jagdtouren gefilmt hat, oder hat filmen lassen. Den Film hab ich mir nicht angetan, aber auf dem Cover sind Bilder von ihm, wie er mit dem Fuß auf der Beute stehend posiert oder die Größe einer Beute demonstriert. Das mag ich nicht. Wenn es ein Wildhege-Lehrvideo wäre, meinetwegen. Aber das sieht doch mehr aus wie "Guck mal, was ich geiler Hengst da totgemacht hab".
Und wenn es nur um Wildhege ginge, sehe ich auch nicht ein, warum er einen Großteil der Jagd mit Pfeil und Bogen bestreiten muss. Zumindest in dem Punkt vertrete ich den Gebrauch moderner Feuerwaffen, dass man ein Tier damit schneller und sicherer töten kann, wenn es denn getötet werden muss. Ich glaube viel mehr, dass Herr Adams da hinter seiner Jagdlust her ist als hinter Umweltpflege.
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#17 Mitglied ist offline   Thornz 

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Geschrieben 05 März 2011 - 02:46

Beitrag anzeigenSleepingMoon sagte am 04 März 2011 - 18:23:

Ich kann mich leider grad nicht an den Songtitel erinnern und bin nicht gerade motiviert, ihn zu suchen.


"Warlord" isses. 4 Wörter in Google eingeben brachte sofort das Ergebnis :D
Schon komisch, in einem Song über´s Motorradfahren so einen quatsch zu erzählen.
"The man on the T.V. said we
got lotsa trouble overseas, well what the hell
do I care? Think they care about me?
Stop sending money send em all a bomb."
Was für ein Blödmann. Typische Ami-Weltsicht auch, leider. Wenn es jetzt ironisch gemeint wäre, nach sem Motto "so sieht die Welt aus der Sicht eines ungebildeten amerikanischen Staatsbürgers aus, dann wär das ja gut... aber das die Band selber ihre beste Karikatur ist, sage ich glaube ich nicht als erster...

Beitrag anzeigenSleepingMoon sagte am 04 März 2011 - 18:23:

Ich glaube viel mehr, dass Herr Adams da hinter seiner Jagdlust her ist als hinter Umweltpflege.


Jep. Der tolle Krieger-Hecht... will den mal wirklich im realen Krieg in einer Situation auf Leben und Tod sehen. Da ist die Pose bestimmt schnell weg und die Hose nass...
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#18 Mitglied ist offline   SleepingMoon 

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Geschrieben 06 März 2011 - 18:11

Jap. Wobei an Eric wieder etwas sympathischer ist, dass er Joeys Texte nicht so bierernst zu nehmen scheint wie Joey selbst.. zumindest macht er beim singen den Eindruck, dass er sich bestens amüsiert.
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#19 Mitglied ist offline   The Black Half Of The Moon 

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Geschrieben 15 März 2011 - 00:13

Mir ist Samstag der Fall untergekommen, wo ich jemanden als Privatperson schätzen gelernt habe, den ich als Musiker nie toll fand - aber wenn der Sänger einer Band aus dem Tourbus wieder aussteigt, weil er gehört hat daß ein Mädel 7 Stunden im Auto saß um zum Konzert zu fahren, und er dann noch ein Bißchen Smalltalk mit ihr gemacht hat, dann macht ihn das sehr sympathisch.
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